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Ensinger ist
klimaneutral

Ensinger ist
klimaneutral

Ensinger ist
klimaneutral

Der lange Weg zur Klimaneutralität

Der mittelständische Familienbetrieb Ensinger Mineral-Heilquellen GmbH ist klimaneutral. Klimaneutral bedeutet, dass durch den Betrieb des Mineralbrunnens die Konzentration an Treibhausgasen in der Atmosphäre nicht erhöht wird. Wie der Umweltpreisträger dabei vorgegangen ist, erklärt Thomas Fritz, geschäftsführender Gesellschafter so: „Schon vor 20 Jahren haben wir begonnen, die Treibhausgas-Emissionen (THG-Emissionen) nach und nach zu reduzieren. Wir sind dabei in drei Schritten vorgegangen.“

Die Meilensteine der letzten 20 Jahre und eine Übersicht über die einzelnen Maßnahmen finden Sie hier.

„Ensinger hat bereits in den 90er Jahren damit begonnen Nachhaltigkeit als Unternehmenskultur zu implementieren. Seither wurden in vielfältigen Projekten Artenvielfalt und Bio-Diversität, Reduktion von CO2 Emissionen und Ressourcenverbrauch sowie Klimaschutz gefördert. Dabei hat Ensinger mit jährlich erscheinenden Nachhaltigkeitsberichten und Nachhaltigkeitstagen stets für ein hohes Maß an Transparenz und Nachvollziehbarkeit gesorgt.“

Frank Lehmann, Geschäftsführer der Ensinger Mineral-Heilquellen GmbH

Schritt 1: Einsparen von Energie und Verbesserung der Energieeffizienz

„Das größte Potenzial auf dem Weg zur Klimaneutralität liegt natürlich zuerst in der Vermeidung von Energieverschwendung und in der Verbesserung der Energieeffizienz. Jede Energie, die eingespart werden kann, muss später nicht klimaneutral ausgeglichen werden. Für die Verbesserung des Klimaschutzes setzen wir schon seit Jahren alle wirtschaftlich sinnvollen Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz um“, so Fritz weiter. Auch bei der technischen Modernisierung der Abfüllanlagen spielt das Einsparen von Ressourcen eine große Rolle. So lässt sich mit der neuen Flaschenreinigungsmaschine der Wasserverbrauch um bis zu 50 Prozent reduzieren. Weitere Beispiele sind ein umfangreiches Energieeffizienzprogramm in der Drucklufterzeugung und die Umstellung auf LED-Beleuchtung im gesamten Betrieb.

„Wir bei Ensinger legen großen Wert auf einen ganzheitlichen Nachhaltigkeitsansatz mit Ökonomie, Ökologie und Sozialem im Gleichgewicht. Spätestens mit der Unterzeichnung der WIN-Charta des Landes Baden-Württembergs, ist dies verbindlich in unsere Unternehmensstrategie und somit im Ensinger Wegweiser verankert. Die Zertifizierung der Klimaneutralität nach dem Greenhouse Gas Protocol, ist ein weiterer und wichtiger Schritt, die Zukunft für Ensinger und nachfolgende Generationen zu sichern.“

Jörg Mannhardt, Management- und Nachhaltigkeitsbeauftragter der Ensinger Mineral-Heilquellen GmbH

Schritt 2: Ausbau der regenerativen Energiequellen

Wo immer ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll, werden im zweiten Schritt konventionelle Energiequellen gegen regenerative ausgetauscht. Im Falle von Ensinger wurde schon vor zehn Jahren ein Solarpark mit 5000 Solarmodulen errichtet. Damit können seither circa 22 Prozent  des gesamten Strombedarfs CO2-neutral selbst erzeugt werden. Darauf hin wurde auch der übrige Energieeinsatz auf Ökostrom und auf Ökogas aus der Reststoffverwertung umgestellt.
Im Jahr 2016 begann die Umstellung von Propangas- auf Elektrostapler und an der firmeneigenen Tankstelle wird seit 2017 regenerativer C.A.R.E.-Diesel getankt, der bis zu 80% weniger CO2-Ausstoß verursacht als herkömmlicher Diesel. In Zusammenarbeit mit der Hochschule Pforzheim wurde 2019 dann diskutiert, wie die noch verbliebenen sieben Prozent  durch geeignete CO2-Minderungsprojekte neutralisiert werden können und damit die Klimaneutralität für den gesamten Betrieb erreicht wird.

„Der Weg zur Klimaneutralität ist lang. Schon vor 20 Jahren haben wir begonnen, Energie einzusparen und unsere Energieeffizienz laufend zu verbessern. Richtig Fahrt aufgenommen hat das Thema dann vor etwa zehn Jahren mit unserer Nachhaltigkeitsausrichtung und dem schrittweisen Ausbau der erneuerbaren Energien im Unternehmen. So konnten wir die Treibhausgase Schritt für Schritt um 93% reduzieren. Der Rest kann hier am Standort nicht wirtschaftlich sinnvoll ausgeglichen werden, weshalb wir uns entschlossen haben, andererorts einen Ausgleich zu schaffen. In Malawi, in einer der ärmsten Regionen der Welt, unterstützen wir jetzt den Ausbau der Trinkwasserversorgung. Das ist Umweltschutz und Entwicklungshilfe in einem.“

Stefan Schurr, Marketingleiter der Ensinger Mineral-Heilquellen GmbH

Schritt 3: Ausgleich der verbleibenden CO2-Emissionen

„Zusammen mit unserem Partner First Climate wurden die relevanten Emissionen am Standort erfasst. Das sind zum einen alle THG-Emissionen, die direkt anfallen, zum Beispiel  aus der Verbrennung durch stationäre oder mobile Quellen wie dem unternehmenseigenen Fuhrpark. Dasselbe gilt für die indirekten THG-Emissionen, die sich aus dem Stromverbrauch ergeben“ , erklärt Fritz. „Da wir in den letzten 20 Jahren die THG-Emissionen bereits um 93 Prozent senken konnten, blieben rückwirkend auf das Jahr 2018 nur noch 535 Tonnen CO2, die wir durch die Unterstützung eines geeigneten Projektes in Afrika ausgleichen.“

Klimaschutz und soziale Verantwortung in einem Projekt vereint
Gemeinsam mit First Climate wurde ein Projekt ausgewählt, das Umweltschutz und soziale Verantwortung vereint: die Sanierung von Trinkwasserbrunnen in Malawi, einem der ärmsten Länder der Welt. Durch den verbesserten Zugang zu Trinkwasser muss schmutziges Wasser nicht mehr abgekocht werden. Das spart große Mengen an Feuerholz, welches klimaschädliches CO2 freisetzen würde. Zudem tragen diese Maßnahmen dazu bei, die Schadstoffbelastung in Häusern und Hütten zu senken. Dieses Projekt ist nach dem höchst möglichen Standard der Vereinten Nationen, dem „Gold Standard“, zertifiziert.

„Enkeltauglich zu sein heißt, für unseren Planeten Erde Verantwortung zu übernehmen.“

„Etwas anderes als der Gold Standard kam für uns deshalb nicht in Frage“,  betont Thomas Fritz. „Wir wollen durch überzeugende Nachhaltigkeitsprojekte lokal, regional und global Gutes bewirken.  Auch in diesem Punkt möchten wir als Familienunternehmen unserer sozialen Verantwortung gegenüber den nachfolgenden Generationen gerecht werden.“



Meilensteine aus ueber 20 Jahren Klimaschutz

1997

Erstzertifizierung Umweltmanagement EMAS unter Register Nr.: DE 175 00022

1998

Neubau Firmengebäude Ensingen Ost mit vielen freiwilligen Ausgleichsmaßnahmen

2000

Erstzertifizierung Umweltmanagement DIN EN ISO 14.001

2001

Beteiligung beim Stoffstrommanagementprojekt (Abschluss: 2003)

2009

Beginn der Mitarbeit in der gegründeten Wirtschaftsinitiative WIN!

2012

Erste Teilnahme an den ersten Nachhaltigkeitstagen des Landes Baden-Württemberg

Inbetriebnahme der Photovoltaikanlage mit Spitzenleistung 999,72 kW 

Erste erweiterte Umwelterklärung mit Nachhaltigkeitskriterien  

2013

Erstzertifizierung nach Energiemanagement DIN EN ISO 50.001

Umstellung auf Ökostrom und Ökogas aus 100% organischen Reststoffen

Einsparung von 40 Tonnen Polyethylenterephthalat (PET) pro Jahr durch Umgestaltung der Flaschenrohlinge

Einsparung von jährlich 50 Tonnen PET durch Umgestaltung der Verschlüsse

2014

Erstzertifizierung Solar®-Food durch die Technische Universität München 

Einführung des ersten Bio-Mineralwassers in Baden-Württemberg

Erstunterzeichner der WIN-Charta des Landes Baden-Württemberg

Gewinn des LEA-Mittelstandspreis für soziale Verantwortung

Gewinn des Umweltpreis des Landes Baden-Württemberg

2015

Erste Auszubildende werden zum Energiescout weitergebildet

Durchführung einer Druckluftanalyse im gesamten Betrieb

Erster WIN-Charta-Bericht wird erstellt und veröffentlicht

2016

Beginn der Umstellung von Propangasstaplern auf Elektrostapler

2017

Flug-und Zugreisen und Auslieferungen über den Direktvertrieb werden CO2-kompensiert

Dieselkraftstoff wird auf regenerativen C.A.R.E.-Diesel umgestellt

2019

Ausschreibung des Ensinger Umweltpreis zur Förderung des Ökolandbaus 2019 bis 2021 in der Region im Wert von 100.000 €

Erweiterung der Kohlensäuretanks zur Reduzierung der Anlieferungsfahrten

Wissenschaftliches Projekt zur Klimaneutralität mit der Hochschule Pforzheim

Umstellung auf LED-Beleuchtung im ganzen Betrieb 

Einbau einer neuen Flaschenreinigungsmaschine (50% Wassereinsparung)

Reduktion von CO2-Emissionen durch Unterstützung bei der Trinkbrunnensanierungen in Malawi

Drei örtliche Landwirte stellen im Rahmen des Ensinger Umweltpreises auf Ökolandbau um

2020

Ensinger ist klimaneutral nach Gold Standard und zertifiziert vom TÜV Rheinland

Einbau eines neuen Flaschenfüllers zur weiteren Energieeinsparung 

 

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