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WOFÜR IST KIESELSÄURE GUT?

Wofür ist Kieselsäure gut? 

Kieselsäure gilt geradezu als Wundermittel für Gesundheit und Schönheit. Doch kann die wasserlösliche Silizium-Verbindung wirklich Haut, Haare und Nägel schöner machen und für starke Knochen sorgen? Es heißt sogar, sie könne das Alzheimer-Risiko senken – aber stimmt das? Wir haben die aktuelle Studienlage recherchiert. 

Für Ungeduldige hier schon einmal das Ergebnis in Kürze: Unstrittig ist, dass Silizium und seine wasserlösliche Form, die Kieselsäure, im menschlichen Körper an verschiedenen Stellen gebraucht werden. Recht gut belegt ist zudem, dass Silizium wesentlich zum Aufbau stabiler Knochen beiträgt. Auch in der Struktur von Haut, Haaren und Nägeln spielt Silizium eine wichtige Rolle. Ein paar Studien fanden auch heraus, dass zusätzliches Silizium positiv auf Haut, Haare und Nägel wirkt. Doch hier sind weitere große Studien nötig, um die Ergebnisse zu untermauern. 

Einige Studien weisen darauf hin, dass die Aufnahme von 25 mg Silizium pro Tag positive Effekte erzielen könnte. Neben einer siliziumreichen Ernährung können auch Getränke dazu beitragen. Ein Liter Ensinger Schiller Quelle enthält 20,7 mg Kieselsäure. So liefert das natürliche Heilwasser gut lösliches Silizium ganz ohne Kalorien und versorgt uns zudem mit weiteren wichtigen Mineralstoffen für Knochen, Muskeln & Co.  

 

Was ist Kieselsäure? 

Kieselsäure ist eine wasserlösliche Form von Silizium, die vom Körper gut aufgenommen und transportiert werden kann. Silizium ist das zweithäufigste Element auf der Erde. Man findet es quasi wie Sand am Meer, da es als Siliziumdioxid in Sand, Gesteinen und Quarz vorkommt. Auch in unserem Körper befindet es sich nahezu in jeder Zelle, insbesondere in Knochen und Knorpeln, in Bindegewebe und Blutgefäßen. Kein Wunder also, dass Silizium das dritthäufigste Spurenelement in unserem Körper ist.  

 

Stabile Knochen mit Kieselsäure 

Silizium spielt im wahrsten Sinne des Wortes eine tragende Rolle in unseren Knochen, da es die stabilen Querverbindungen in der Knochenstruktur bildet. Vermutlich unterstützt Silizium zudem die Einlagerung von Calcium in die Knochen. Die positive Wirkung auf die Knochen bestätigten bereits sämtliche Studien einer Übersichtsstudie von 2014.i Je höher die Zufuhr von Silizium bzw. Kieselsäure, desto weniger Knochenmasse wird abgebaut und umso mehr wird wieder aufgebaut. Weitere Studien zeigen, dass sich auch die Knochendichte erhöhte. [ii]+ii] 

 

Effekte für Haut, Haare und Nägel 

Silizium wird gebraucht, um Kollagen und Elastin zu bilden, die beide erforderlich sind für festes Bindegewebe und elastische Haut.iii Zudem wird vermutet, dass mehr Silizium für besseren Glanz der Haare und weniger Haarausfall sorgt.iv Tatsächlich empfanden Teilnehmerinnen einiger Studien ihre Haut als elastischer und glatter, ihre Haare und Nägel als kräftiger und weniger spröde, nachdem sie Silizium bzw. Kieselsäure eingenommen hatten.v+vi Allerdings waren die Studien zu klein, um handfeste wissenschaftliche Belege zu bieten.   


Silizium gegen Alzheimer-Plaques? 

Silizium bzw. Kieselsäure wird auch zur Vorbeugung von Alzheimer-Demenz ins Spiel gebracht, da es möglicherweise Aluminium bindet, sodass der Körper es nicht mehr aufnehmen kann. Zudem fanden Studien ein geringeres Alzheimer-Risiko bei Menschen, deren Trinkwasser mehr Kieselsäure enthielt.vii+viii Aluminium wurde verdächtigt, zur Bildung der zerstörerischen Alzheimer-Plaques im Gehirn beizutragen, weil man bei Alzheimer-Patienten erhöhte Aluminiumwerte gefunden hatte. Doch letztlich bleibt unklar, ob eine höhere Aluminiumaufnahme tatsächlich die Ursache für ein erhöhtes Alzheimer-Risiko darstellt. 

 

Wie viel Silizium bzw. Kieselsäure brauchen wir? 

Für die Aufnahme von Kieselsäure und Silizium gibt es keine offiziellen Empfehlungen. Eine positive Wirkung auf die Knochendichte fand sich in einer großen Studie ab Mengen von durchschnittlich 25 mg Silizium pro Tagix und wurde in einer aktuellen Übersicht nochmals bestätigt.x  

 

Mehr Kieselsäure in der Ernährung 

Auf die Knochen scheint Silizium einen positiven Einfluss zu haben. Und Haut, Haare und Nägel profitieren vermutlich ebenfalls davon. Insofern halten viele Fachleute eine kieselsäurereiche Ernährung für sinnvoll. Als lösliche Form des Siliziums ist Kieselsäure für den Körper besonders gut verfügbar. Reich an Silizium sind Vollkorngetreide, Reis, Trockenfrüchte, Bohnen, Spinat und Linsen sowie Bier. Gut verfügbare Kieselsäure liefern zudem kieselsäurereiche Mineral- und Heilwässer auf natürliche Weise und ganz ohne Kalorien. Natürliches Ensinger Schiller Quelle Heilwasser enthält 20,7 mg Kieselsäure pro Liter und liefert dazu reichlich Calcium, Magnesium, Sulfat und weitere Mineralstoffe.  

Stand: 01.07.2022


[i] Rodella LF, Bonazza V, Labanca M et al. A review of the effects of dietary silicon intake on bone homeostasis and regeneration. J Nutr Health Aging 2014; 18: 820-826

[iii] Jugdaosingh R, Tucker KL, Qiao N et al. Dietary silicon intake is positively associated with bone mineral density in men and premenopausal women of the Framingham Offspring Cohort. J Bone Miner Res 2004; 19: 297-307

[iv] Refitt D, Ogston N, Jugdaohsingh R et al. Orthosilic acid stimulates collagen type 1 synthesis and osteoblastic differentiation in human osteoblast-like cells in vitro. Bone 2003; 32: 127-135

[v] Advincula de Araujo L et al.: Use of silicon for hair and skin care: an approach of chemical forms available an efficiacy. An Bras Dermatol. 2016 May-Jun; 91(3): 331–335. doi: 10.1590/abd1806-4841.20163986

[vi] Barel A, Calomme M, Timchenko A et al. Effect of oral intake of choline-stabilized orthosilic acid on skin, nails and hair in women with photodamaged skin. Arch Dermatol Res 2005; 297: 147-153

[vii] Wickett RR, Kossmann E, Barel A et al. Effect of oral intake of choline-stabilized orthosilic acid an hair tensile strength and morphology in women with fine hair. Arch Dermatol Res 2007; 299: 499-505

[viii] Martyn CN, Barker DJ, Osmond C et al. Geographical relation between Alzheimer’s disease and aluminium in drinking water. Lancet 1989; 1: 59-62

[ix] Rondeau V, Jacqmin-Gadda H, Commenges D et al. Aluminium and silica in drinking water and the risk of Alzheimer’s disease or cognitive decline: findings from 15-year follow-up of the PAQUID-Cohort. Am J Epidemiol 2009; 169: 489-496

[x] Jugdaosingh R, Tucker KL, Qiao N et al. Dietary silicon intake is positively associated with bone mineral density in men and premenopausal women of the Framingham Offspring Cohort. J Bone Miner Res 2004; 19: 297-307

[xi] Rondanelli M et al.: Silicon: A neglected micronutrient essential for bone health. Exp Biol Med (Maywood) 2021 Jul;246(13):1500-1511. doi: 10.1177/1535370221997072. Epub 2021 Mar 9. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33715532/