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Der Ensinger Umweltpreis

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Ensinger Landwirt Werner Winkler stellt auf Bio-Landbau um

Als erster landwirtschaftlicher Betrieb in Ensingen stellt die Familie Werner Winkler ihren Hof auf eine ökologische Bewirtschaftung nach den strengen Kriterien von Bioland um. Familie Winkler bewirtschaftet einen Mischbetrieb, der Milch von 70 Kühen sowie Getreide erzeugt. 200 Hühner produzieren zudem Eier in Bio-Qualität. Es handelt sich dabei um einen klassischen Familien-Betrieb: Die Eltern sind mittlerweile auf dem Altenteil, Ehefrau Annette arbeitet halbtags auf dem Hof und Sohn Noah (12) hilft hochmotiviert und leidenschaftlich mit, wann immer die Schule ihm Zeit dafür lässt. Die 200 Legehennen sind sein persönliches „Spezial-Projekt“.

Mehrwert für Ensingen
„Als uns Ensinger vor mehr als zwei Jahren zu einer Infoveranstaltung über Bio-Landbau eingeladen hat, waren wir zuerst skeptisch“, sagt Werner Winkler. „Die guten Argumente des Umstellungsberaters von Bioland und insbesondere die Berichte von Betrieben, die bereits auf Öko-Landwirtschaft umgestellt haben, haben uns aber schon beeindruckt.“ Bis zur endgültigen Entscheidung sollte es dann aber doch noch zwei Jahre dauern.
„Die Entscheidung von Familie Winkler freut uns ganz besonders. Das ist ein wichtiger Schritt für die Förderung des Ökolandbaus in unserer Region. Besonders schön ist es, dass der Betrieb direkt in Ensingen liegt und dadurch für alle Ensinger Bürgerinnen und Bürger ein echter Mehrwert generiert werden kann“, so Ensinger Geschäftsführer Thomas Fritz.

Hohe Kosten bei der Umstellung auf Bio-Landbau
Bio-Landwirtschaft krempelt den gesamten Betrieb einmal komplett um, es entstehen hohe Anschaffungskosten durch neue Maschinen wie Striegel, Hackmaschinen und Maschinen zur bodennahen Gülleausbringung, die den Einsatz von Pflanzenschutz- und Düngemittel ersetzen. Werner Winkler erläutert: „Außerdem müssen wir einen neuen Jungtierstall für 54 Rinder und eine Güllegrube bauen, denn die Kreislaufwirtschaft im Biolandbau verlangt, dass die anfallende Gülle im eigenen Betrieb eingesetzt wird.“

Biomilch und Bioeier direkt vom Erzeuger
Bei den 200 Legehennen, die zuvor schon zu Topbedingungen gehalten wurden, ging die Umstellung auf bio schnell. Seit Anfang 2020 dürfen die Eier als Bioware vermarktet werden. Die steigende Nachfrage nach Biomilch und die damit verbundenen höhere Preise machen Hoffnung. Es ist wünschenswert, dass diese positive Entwicklung anhält.

Wir alle können zu mehr Ökolandbau beitragen
Überhaupt sieht man bei der Direktvermarktung von Biomilch und Bioeiern, wie sich unser Einkaufsverhalten direkt auf die Situation der Landwirte auswirkt. Der höhere Preis, der von den Verbrauchern bezahlt wird, sorgt unmittelbar dafür, dass der Landwirt artgerechte Tierhaltung betreiben und auf synthetische Dünger- und Pflanzenschutzmittel verzichten kann. So hat der Landwirt ein angemessenes Einkommen und der Verbraucher hochwertige Bio-Lebensmittel direkt vom Hof. Darum soll ein großer Teil der Milch und der Eier selbst vermarktet werden.

Bei Bioland muss alles bio sein
Das Futter für die Hühner und Kühe muss natürlich auch bio sein und wird zum überwiegenden Teil selbst angebaut. Die Kühe werden nun in Weidetierhaltung gehalten und kommen nur noch zum Füttern und Melken in den Stall. Dort steht ein computergesteuerter Melkroboter, der jede Kuh erkennt und den Melkvorgang vollautomatisch und nach den Bedürfnissen der Kuh vornimmt. Jede Kuh hat mindestens 400qm zur Verfügung. Der Platzbedarf und die artgerechte Tierhaltung sind aber nur ein Aspekt beim Ökolandbau. Auf den Feldern und Streuobstwiesen wird nur die eigene Gülle ausgebracht, ansonsten darf weder gespritzt noch gedüngt werden.

Bunte Vielfalt auf Ensinger Äckern
Auch auf dem Weideland wird es wieder bunter. Für das Grünfutter der Kühe wird zukünftig viel Klee angebaut, der biologisch besonders wertvoll ist, da er auf natürliche Weise Stickstoff im Boden bindet und durch seine kräftige Blüte Bienen und anderen Insekten Nahrung bietet. Das gesamte Futter wird nun selbst erzeugt, d.h. die Vielfalt auf den Äckern nimmt wieder zu. Neben Kleegras, Mais und Getreide wächst nun auch Soja auf den Äckern in Ensingen.

Blühstreifen für mehr Artenvielfalt und gegen das Insektensterben

Viele Insektenarten sind auf Blühpflanzen angewiesen, um zu überleben. Blumeninseln, Bienenweiden und Blühstreifen sind deshalb nicht nur schön anzuschauen, sondern erfüllen eine wichtige ökologische Funktion. Darum wurde unterhalb des Firmengebäudes von Ensinger - entlang des Brünnelesbachs - ein etwa 250 Meter langer und sechs Meter breiter Streifen Bienenwiese angelegt. Werner Winkler: „Oft sind es die Kleinigkeiten, die den Unterschied machen. Da eine normale Grünwiese den Insekten weniger Futter bietet als eine Blumenwiese, haben wir uns kurzerhand für den Blühstreifen entschieden.“

Bio-Lebensmittel für Ensingen
Ensinger unterstützt Familie Winkler unter anderem beim Bau eines Stalls und einer Güllegrube. Auch der Verkauf von hofeigenen Bio-Lebensmitteln wird gefördert. In Ensingen freut man sich über die verbesserte Versorgung mit Bio-Lebensmitteln direkt vom Erzeuger und die Weideviehhaltung.

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