Hintergrundinformationen zur Brunnenbohrung (März 2010)

Bohrtechniker Walter Herrmann ist zufrieden. Erst vor einigen Tagen rollten die ersten sechs Trucks mit der Ausrüstung für die neue Brunnenbohrung der Ensinger Mineral- Heilquellen an.

 

Bereits eine Woche später haben sich die Arbeiter der oberfränkischen Bohrfirma Etschel und Meyer (E&M) Brunnenbau und Bohrtechnik GmbH vollständig eingerichtet. Neben Büro-, Wohn- und Schlafcontainer wurden Kompressoren und Stromaggregate aufgebaut und jede Menge Rohre angeliefert. Zudem wurden Mulden für das Bohrgut und ein großes Absetzbecken für das Bohrwasser bereitgestellt.


Das Herz der Anlage ist der 11 Meter hohe Bohrturm, der auf einer 40qm großen Arbeitsfläche errichtet wurde. Von dort aus steuert und koordiniert Walter Herrmann die Probebohrung. Etwa vier Monate wird er zusammen mit zwei weiteren Kollegen am Rande des Ensinger Fleckenwaldes direkt am Bohrloch arbeiten, leben und auch schlafen.

Bei der Erkundung in solch großen Tiefen ist grundsätzlich Vorsicht und höchste Sorgfalt geboten. Eine Durchmischung der einzelnen wasserführenden Schichten untereinander muss beim Durchteufen verhindert werden. Auch darf kein Wasser in Anhydrit-führende Erdschichten einsickern, damit diese nicht aufquellen. Dies erfordert eine aufwändige mehrfache Abdichtung im Verlauf der Bohrung.

Die Einhaltung dieser Anforderungen gewährleisten erfahrene Profis, mit denen Ensinger seit Jahrzehnten erfolgreich zusammenarbeitet. Die hydrogeologischen Untersuchungen, die Bohrprognosen und die Auswertung betreuen die Geologen von Smoltczyk und Partner aus Stuttgart.

Diplom-Geologe Bernd Bühler beaufsichtigt die Probebohrung und erklärt die einzelnen Phasen des Projektes: „Die ersten 25 Meter bohren wir mit einem Durchmesser von 70cm und installieren dann ein Standrohr und eine erste Verrohrung. Danach beginnt die erste große Bohrphase bis in eine Tiefe von 188 Metern. Danach wird das Bohrloch weiter ausgebaut und mehrfach abgedichtet, um dann in der letzten Phase die eigentliche Tiefbohrung bis auf 500 Meter vorzunehmen. Je nachdem was wir bei unserer Probebohrung vorfinden, wird der Brunnen dann auf seinen Endzustand ausgebaut.“

Sicher ist das allerdings nicht. Dass man fündig wird, davon sind die Geologen und die Spezialisten von Ensinger überzeugt. Welches Mineralwasser zutage tritt, ist jedoch nicht hundertprozentig vorhersagbar.

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Hier finden Sie Bilder der Ensinger Brunnenbohrung.


Ziel der Erkundungsbohrung ist die Erschließung von artesischem Mineralwasser

Die Bohrstelle der Ensinger Brunnen-Tiefenbohrung