Natrium

Was ist Natrium?
Das chemische Element Natrium (chemisches Zeichen: Na) ist ein sog. Alkalimetall, das in großer Menge in der Natur vorkommt. Es ist wasserlöslich. Ungelöst kommt es nur in Verbindungen vor, z.B. gemeinsam mit Chlorid als Kochsalz (Natrium-Chlorid: NaCl).
Wie gelangt Natrium ins Mineralwasser?
Ebenso wie die anderen Mineralstoffe wird auch das Natrium aus dem Gestein gelöst, das das Mineralwasser durchfließt. Natrium ist also ein Mineralstoff, der naturgegeben im Mineralwasser vorkommt.

Welche gesundheitliche Bedeutung hat Natrium?
Zusammen mit dem Mineralstoff Kalium erhält Natrium den Wasserhaushalt im Körper konstant. Bei gesunden Erwachsenen reguliert die Niere den Natrium- und Kaliumbestand sowie den Wasserhaushalt. Bei Störungen der Nierenfunktion kann es jedoch zu Ödembildung und zu Bluthochdruck kommen. Sog. „salzsensitive“ Menschen reagieren aufgrund einer genetischen Veranlagung auf überhöhte Kochsalzzufuhr mit Blutdruckanstieg.

Ende der 80er Jahre wurde wissenschaftlich diskutiert, ob Natrium Bluthochdruck hervorrufen oder verstärken kann. Die simple Gleichung „viel Natrium = Bluthochdruck“ ist aber längst widerlegt. Risikofaktoren für Bluthochdruck sind vielmehr: Übergewicht, Bewegungsarmut, Alkohol und Nikotin, Stress, neben einer genetischen Veranlagung.

Ist Natrium für Säuglinge und Kleinkinder bedenklich?
Säuglinge und Kleinkinder sollten prinzipiell wenig Natrium bzw. Kochsalz verzehren. Die Funktionsfähigkeit der Nieren ist bei der Geburt noch nicht voll ausgeprägt und muss sich in den ersten Lebensmonaten erst entwickeln. Mineralwässer, die mit dem Hinweis „Geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung“ werben, haben - neben einer Reihe anderer vorgegebener Werte - einen Natriumgehalt von maximal 20 mg/l ein.

Wie viel Natrium braucht der Mensch?
Die Natriumaufnahme erfolgt größtenteils über das Kochsalz. Der Mindestbedarf für Erwachsene liegt wahrscheinlich deutlich unter 0,5 Gramm pro Tag. Der tägliche Kochsalzverbrauch liegt um die 10 Gramm pro Tag, entsprechend etwa 4 Gramm Natrium. Ein Mangel ist also praktisch ausgeschlossen. Überschüssiges Natrium wird über die Nieren ausgeschieden, aber auch über die Haut. So gehen bei starkem Schwitzen bis zu 1,3 Gramm Natrium pro Liter Schweiß verloren.

Wie viel Natrium ist in Mineralwasser enthalten?
Ebenso wie bei den anderen Mineralstoffen ist die Schwankungsbreite des Natriumgehaltes in deutschen Mineralwässern sehr groß, abhängig von den Gesteinsschichten, die das Mineralwasser bei seiner Entstehung durchfließt. Sie reichen von einigen wenigen Milligramm bis zu mehreren hundert Milligramm Natrium pro Liter; nur wenige besonders mineralienreiche Mineralwässer enthalten über 1.000 mg/l Natrium.

Bei anderen Lebensmitteln kann man direkt vom Natriumgehalt auf den Kochsalzgehalt schließen, da das Natrium als Kochsalz bei der Herstellung zugegeben wurde. Nicht so beim Mineralwasser: Das gelöste Natrium tritt hier sehr häufig gemeinsam mit Hydrogencarbonat auf, und nicht mit Chlorid.

Gibt es einen Grenzwert für Natrium im Mineralwasser?   
Ein Grenzwert ist nicht festgelegt, da Natrium ein natürlich vorkommender und für den gesunden Konsumenten gesundheitlich völlig unbedenklicher Inhaltsstoff ist. Daher haben auch andere Lebensmittel keinen Grenzwert für Natrium.

Gibt es einen Grenzwert für Natrium im Trinkwasser?
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ausdrücklich keinen gesundheitlich begründeten Richtwert für Natrium im Trinkwasser festgestellt. Ab 200 mg/l könne allerdings der Geschmack beeinträchtigt werden, der bei Trinkwasser ja neutral sein soll. Dieser Vorgabe ist man im europäischen und deutschen Trinkwasserrecht gefolgt: Natrium ist mit 200 mg/l lediglich bei den Indikatorparametern aufgeführt, die primär der Überwachung dienen und nicht in gesundheitlicher Hinsicht festgesetzt wurden.
Wie wird Natrium auf dem Mineralwasseretikett deklariert?
Natrium wird im Analysenauszug als Natrium bzw. mit dem chemischen Zeichen Na aufgeführt. Das Gesetz sieht darüber hinaus Werbehinweise vor, die benutzt werden können, jedoch nicht benutzt werden müssen.

Natriumhaltig: Der Natriumgehalt beträgt mehr als 200 mg/l.

"Quelle: VDM, Bonn"