Folsäure

Die Folsäure ist ein wasserlösliches Vitamin und fördert den Aufbau von Stoffwechsel-Zwischenprodukten, die für den Zellaufbau lebensnotwendig sind.

Folsäure ist zusammen mit Vitamin B12 wichtig für die Blutbildung von roten und weißen Blutkörperchen, sowie für die Produktion der Blutplättchen, die für die Blutgerinnung und damit für den Wundheilungsprozess notwendig sind. Der häufigste Vitaminmangel in der Bundesrepublik ist der Folsäuremangel.

Folsäure geht verloren, wenn sie  Wasser, Licht und Wärme ausgesetzt wird. Meistens wird Gemüse zu lange gekocht, so dass sämtliche Vitamine verloren gehen. Der Verlust während der Nahrungsmittelzubereitung beträgt ungefähr 50-90%.
Vor allem bei Personengruppen mit erhöhtem Folsäure-Bedarf, wie z.B. Schwangere führt das leicht zu einem Mangel an diesem sehr wichtigen Vitamin.

Tagesdosis:
Frauen benötigen vor einer gewollten Schwangerschaft und während der ersten 4 Wochen der Schwangerschaft zusätzlich 0,4 mg Folsäure.
Männer und Frauen sollten wenigstens 0,4 mg Folsäure aufnehmen.
Jugendliche im Wachstumsalter haben einen erhöhten Bedarf und sollten deshalb  0,8 mg Folsäure am Tag aufnehmen.

Überdosierung:
Eine Aufnahme unter 10 mg /Tag ist unbedenklich. Eine Einnahme von über 15 mg/Tag kann zu Schlafstörungen, Erregung, Hyperaktivität, Übelkeit/Blähungen und allergische Reaktionen führen.

Wirksamkeit:
Bei Schwangeren und Frauen, die eine Schwangerschaft planen, trägt eine ausreichende Folsäureversorgung dazu bei, dass Neuralrohrdeffekte (der knöcherne Schädel oder die Wirbelsäule eines Embryos ist nicht vollständig geschlossen) bei Neugeborenen um 85 Prozent gesenkt werden können. Viele Personen, die unter Verdauungsstörungen leiden, leiden an einem schleichenden Folsäuremangel. Dieser wiederum kann zu chronischen bakteriellen und viralen Infekten führen. Personen, die depressiv sind, leiden im Vergleich zur übrigen Bevölkerungsgruppe überdurchschnittlich unter einem Folsäuremangel. Auch Personen, die niedrige Folsäure-Werte haben leiden verstärkt an Herz-, Kreislauf-Beschwerden und Herzinfarkten. Ob hierbei ein direkter Zusammenhang zur Folsäure-Aufnahme besteht, ist noch nicht eindeutig ersichtlich.

Ein erhöhter Bedarf liegt vor bei:
·    Jugendlichen
·    häufigem Alkoholkonsum
·    Schwangeren und Frauen, die es werden wollen
·    Personen mit häufigen Depressionen
·    hoher geistiger Beanspruchung