Glossar
Hier finden Sie Informationen rund um das Thema Mineralwasser. Von A wie Abfüllung bis Z wie Zusammensetzung. Wählen Sie einen Buchstaben:
Vitamin B1
Thiamin wurde als erste Vertreter der Gruppe der wasserlöslichen B-Vitamine als essentiell identifiziert. Daher kommt der Name Vitamin B1.
Der gesamt Körperbestand an Thiamin beträgt etwa 30mg, wovon sich ca. 40% in der Muskulatur befinden. Da Vitamin B1 nur maximal 10-20 Tage speicherfähig ist, muss es täglich mit der Nahrung aufgenommen werden. Die Ausscheidung erfolgt über die Niere.
Thiamin kommt in allen tierischen Lebensmitteln vor. Gute Quellen sind Fischsorten wie z. B. Scholle und Aal oder auch Leber und Muskelfleisch vom Schwein. Geringere Thiaminmengen sind dagegen in Milch enthalten.
In der Gruppe der pflanzlichen Nahrungsmittel stellt das Getreide die Hauptquelle dar gefolgt von Kartoffeln und Hülsenfrüchten. Thiamin kommt hauptsächlich in der Aleuronschicht des Keimlings d.h. in der Randschicht des Getreidekorns vor, deshalb nimmt der Vitamingehalt des Getreides mit zunehmendem Ausmahlungsgrad stark ab. Zusätzlcih treten Zubereitungsverluste auf, da Thiamin sowohl wasserlöslich als auch hitze- und oxidationsempfindlich ist.
Tagesbedarf
Der Thiaminbedarf ist nicht konstant, sondern wird in Relation zum gesamten Energieumsatz betrachtet. Untersuchungen ergaben, dass Frauen 1,0 mg Thiamin pro Tag und Männer 1,3 mg pro Tag benötigen. Jugendliche haben einen höheren Energieumsatz und daher einen höheren Thiaminbedarf von bis zu 1,4 mg pro Tag.
Während Schwangerschaft und Stillzeit wird eine Zulage von 0,2 mg/Tag bzw. 0,4 mg/Tag empfohlen. Diese Angaben beziehen sich auf eine mittlere Energiezufuhr. Bei chronischem Alkoholmißbrauch ist der Thiaminbedarf ebenfalls erhöht.
Risikogruppe
Zur Risikogruppe zählen Menschen in asiatischen Ländern, deren Hauptnahrungsquelle polierter Reis ist, außerdem Vegetarier, Schwangere, Stillende, Alkoholiker und Menschen mit einem erhöhten Energiebedarf.
Mangelerscheinungen
Ein Thiaminmangel (Hypovitaminose) verursacht Störungen im Kohlenhydratstoffwechsel. Es kommt zu Appetitlosigkeit, Unruhe, Reizbarkeit, Brechreiz, Herz-Kreislaufstörungen, verringerter körperlicher Leistungsfähigkeit und neurologischen Störungen.
Schwerer Thiaminmangel (Avitaminose) äußert sich in Form der Beriberi-Krankheit (Thiamin-Protein-Mangelkrankheit). Symptome sind neurologische Störungen, Lähmungen, Hypotonie, Ödembildung, Herzdilatation und im Extremfall Herzinsuffizienz.


